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Was ist Kendo?

Seinen Ursprung hat Kendo in der Fechtkunst der Samurai. Entwickelt vor über 1.000 Jahren, hat es sich bis heute in seiner sportlichen Form erhalten.
Heutzutage wird mit einem Schwertersatz, dem Shinai, gefochten. Das Shinai stellt das Schwert (Katana) dar. Mit einer „scharfen“ und einer „stumpfen“ Seite, einer Spitze und einem Griff. Man kann das Shinai also nicht beliebig halten und schlagen, sondern muss es so führen, wie man in etwa ein Schwert führen würde. Da ein japanisches Schwert schwerer ist als beispielsweise ein Degen, wird es in der Regel beidhändig geführt. Es ist sowohl eine Stich- als auch eine Hiebwaffe.
Die Trefferflächen sind der Kopf (Men), die Kehle (Tsuki), die Handgelenke (Kote) und die Rumpfseiten (Do). Unterstützt werden die Schläge von einem Kampfschrei (Kiai). Das Kiai soll den eigene Kampfgeist stärken, die Schlagkraft fokussieren und die Trefferfläche benennen.

Grundregeln
Um einen Turnierkampf (Shiai) zu gewinnen  müssen die beiden Gegner versuchen zwei gültige Treffer zu setzen. Ein Treffer (Ippon) gilt ausschließlich dann, wenn alle folgenden Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:

  1. Eins der zulässigen Ziele muss aus idealem Abstand (Ma-ai) in exakter Technik (Waza) mit dem vorderen Shinai-Drittel (Mono-uchi) getroffen werden.
  2. Der Angreifer muss aufrechte Körperhaltung und Gleichgewicht wahren.
  3. Beim Hieb oder Stich (Tsuki) ist im gleichen Augenblick mit dem vorderen Fuß fest aufzutreten.
  4. Entschiedenheit des Angriffs und Kontrolle über den Gegner müssen im Kampfschrei (Kiai) zum Ausdruck kommen. Dieser benennt auch das Ziel, darf es aber nicht ankündigen.
  5. Unmittelbar nach dem Angriff muss der Kämpfer seine Aufmerksamkeit (Zanshin) und damit die Kontrolle aufrechterhalten.

Beim Training und im Kampf ist man gut geschützt  durch die gepolsterte Rüstung (Bogu), dem schlagabsorbierenden Aufbau des Shinais, (vier Bambusstreben werden durch je eine Lederkappe an der Spitze (Sakigawa)und am Handgriff (Tsukagawa) mittels einer Nylonschnur (Tsuru), die gleichzeitig den Schwertrücken kennzeichnet, zusammengehalten). Zum andere durch eine spezielle Schlagtechnik. Dabei wird der Schlag durch eine gegenläufige Bewegung der Hände (Tenuchi) gestoppt.

Einen besonderen Wert wird allgemein auf eine korrekte Etikette (Reiho)  gelegt. Höflichkeit und Achtung des Gegners, der ja in Wirklichkeit kein Gegner, sondern Partner ist, sind beim Kendo unbedingt notwendig, denn wie bei allen Zweikampfsportarten besteht die Gefahr, dass  ein Kampf außer Kontrolle gerät.

Zielsetzung im Kendo ist, neben Aufmerksamkeit, Ausdauer, Belastbarkeit, Geschick auch Entschlusskraft, Konzentration und Reaktionsvermögen, sowie Selbstdisziplin, Verantwortung, Teamgeist und vor allem Fairness zu fördern.
Kendo ist für alle Altersgruppen ob Frau oder Mann, Mädchen oder Junge gleich gut geeignet. Da es bei Kendo nicht auf körperliche Stärke, sondern mehr um Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und mentale Stärke und Flexibilität ankommt.
Kendo kann das ganze Leben lang betrieben werden.

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